Mittwoch, 5. Mai 2010

WiseWords

Ein guter Freund hat mir mal gesagt, jemanden zu lieben sei wunderbar und bringe ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit mit sich. Beziehungen seien ein wichtiger Teil der menschlichen Bedürfnisse… eine Aussage, die ich voll und ganz unterstützen würde? Nein! Ich unterstütze sie auf jeden Fall. Aber wie ist das nun mit dem verliebt- sein? Der Schwärmerei? Den Träumen, von denen keiner erzählt, weil er selber nicht glauben kann oder will, wie sich derartige Gedanken so in seinen Kopf schleichen konnten? Auch diese Gefühle seien wichtig… Der Meinung ist zumindest der gute Freund…er muss es ja wissen, schließlich sind gute Freunde dafür da, oder? Ich glaube, er weiß es auch, mein Gefühl stimmt ihm zu und lässt man sich nicht von seinen Gefühlen auf dem Weg des Lebens begleiten? Solange man den Weg nach Hause noch weiß, darf man ja auch mal in eine andere Richtung fahren…nur mal so, nur um zu sehen, was in der Ferne auf einen wartet. Und blickt man dann stets zurück, wird man immer wissen, wo man hergekommen ist. Genauso ist das Leben doch, wie sonst könnte man Erfahrungen sammeln, von Erlebnissen berichten, um am Ende auf ein erfülltes Leben zurückzublicken? Doch irgendwie ist da immer die Angst… die Angst vor Veränderungen, die Wandlung der eigenen Identität und die Möglichkeit den Weg zurück nicht mehr zu finden. In diesen Momenten ist es verdammt gut, jemanden zu haben, der die Hand nach einem ausstreckt und weiß, in welche Richtung man gehen soll. Veränderungen prägen die Seele, die Einstellung und die Gefühle eines Menschen und es bedarf vieler Geduld und Verständnis, um damit zu leben und sich selbst zu akzeptieren. Schon als Kind verzerrte man sich immer nach den Dingen, die man nicht haben durfte, ich glaube, diese Eigenschaft ändert sich nie. Und wenn man es dann hätte, wäre ja auch der Reiz weg, oder? Aber warum Schwierigkeiten aus dem Weg gehen? Sind sie nicht dafür da, um aus uns den Menschen zu machen, der sich tief in uns verbirgt. Fehler sind doch auch ein Teil des Lebens und niemand ist fehlerfrei, aber die Welt ist einfach nicht darin geübt zu verzeihen. Der Mensch ist einfach von Natur aus immer ein bisschen nachtragend.

Vielleicht ist das Leben ja doch wie eine Pralinenschachtel und Tom Hanks hatte Recht in „Forest Gump“. Man weiß wirklich nie, was man bekommt oder wann man es bekommt. Und wenn man es dann bekommt, ist es der falsche Augenblick. Das ist doch nicht fair. Doch wie definiert das Leben Fairness? Ich glaube gar nicht… weil das Leben einfach nicht fair ist oder auch einfach nicht fair sein kann… Wer hätte dann Vorrang, schließlich geht es hier nicht um „im Zweifel für den Angeklagten“! Hier zählt nur Härte und Durchhaltevermögen. Jeder ist seines Glückes Schmied oder so ähnlich, wie auch immer. Aber es scheint auch was dran zu sein, sonst müsste man nicht immer so viele Entscheidungen treffen. Und dann müssen diese ja in jenem Augenblick auch irgendwie richtig sein. Bloß wie sieht es bei mir aus? Ich weiß im Moment gar nichts, nicht was ich will, nicht wer ich bin, nicht wohin ich will. Ich will nur Veränderungen, in welche Richtung sie sich auch bewegen. Ich will einfach mehr als jetzt. Die Welt hält im Moment soviel mehr für mich bereit. Ich hab endlich die Chance, was aus mir zu machen. Doch warum ist es der eigentlich falsche Mann, der mir im Moment das gibt, was ich möchte oder was ich so lange begehrt habe.

1 Kommentar:

  1. Ich glaube ... dass es manchmal besser ist Veränderungen einzugehen. Selbst wenn man denkt, das Zuhause sei etwas, was niemals verblasst ... so glaube ich doch, dass es sehrwohl verblassen kann. Und zwar wenn man etwas besseres sieht. Wenn man anfängt an dem bisherigen zu Zweifeln. Aus Angst keine Veränderung einzugehen ist unklug. Ein Mensch wird durch die Entscheiddungen die er trifft und durch die Wege die er einschlägt geprägt. Selbst ein kleiner, oder grosser, Fehler prägen enorm. Und manchmal prägt solch ein Fehler so sehr, dass man an seinem bisherigen Leben zweifelt. Dann ist es oft besser tief in sich zu gehen und nachzudenken. Zu ergründen, weshalb man an dem alten Leben zweifelt und man sich nach dem Neuen sehnt. Weiss man das, ist es Zeit für einen Wandel. Man muss immer versuchen da sein zu können, wo man sich am wohlsten fühlt. Da wo man sein möchte, sollte man sein ...
    das kenne ich gut genug ... manchmal ist es eine Kleinigkeit die einen von dem bisherigen Weg abringt. Und die nächste Kleinigkeit bringt einen wieder ein Stückchen ab ... aber irgendwann landet man durch diese Veränderungen auf einem Weg, der so breit ist, dass jeder Wandel einen nie wieder davon entfernt. Und dann hat man seinen Weg ... doch diesem muss jeder alleine finden ... die Menschen die einen lieben, können einen nur leicht weisen. Die Entscheidung liegt bei einem ganz alleine.

    Ich lieb dich Engelchen

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